Eckdaten der neuen Bildungsverordnung "Glasapparatebauer/in EFZ":

Berufsbild: Glasapparatebauer und Glasapparatebauerinnen stellen Teile und Laborzubehör aus Glas her. Sie fertigen Kleinserien und Präzisionsglasteile für die Forschung, die Medizin, die Pharmazeutik oder die Industrie. Die aktuelle Sicht auf das Berufsumfeld finden Sie HIER.

Lehrzeit: wie bisher 3 Jahre (eine Verlängerung auf 4 Jahre wurde diskutiert und wieder verworfen). Die einzelnen Aufgaben können als Entwurf HIER nachgelesen werden. Rückmeldungen nehmen die Ansprechpartner gerne entgegen.

Unterricht: im aktuellen Unterrichtsmodell des Beruflichen Schulzentrums in Wertheim (Baden-Württemberg) ist der berufliche Unterricht auf 840 Lektionen verteilt. Damit die Lernenden ihr Handwerk auch während den Blockwochen üben können, beinhaltet der Unterricht auch die Arbeit in der Glaswerkstatt des Schulzentrums. Ab Sommer 2019 finden hier die überbetrieblichen Kurse statt (11 Tage über die drei Lehrjahre verteilt).
Der berufliche Unterricht wird durch 360 Lektionen allgemeinbildenden Unterricht ergänzt.

Anforderungen an Berufsbildner/innen: Ausbildung als GlasbläserIn oder GlasapparatebauerIn mit zwei Jahren Berufserfahrung oder äquivalente Ausbildung mit fünf Jahren Berufserfahrung im Glasapparatebau. 40-stündiger berufspädagogischer Ausbildungskurs für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner.

Anforderungen an Lernende: Erfolgreich, abgeschlossene Sekundarschule (vorzugsweise auf dem erweiterten Niveau), Freude an Glas, handwerkliches Geschick, gutes Augenmass, Konzentrationsfähigkeit, gesunde Atemwege, gute motorische Fähigkeiten.

Lehrabschlussprüfung (heisst neu "Qualifikationsverfahren"): berufspraktische Prüfungsaufgaben sowie schulische Prüfungen in mündlicher und schriftlicher Form. Erfahrungsnoten werden nach Möglichkeitmit einbezogen.

Gegen Abschluss der Reformarbeiten erlässt das SBFI eine rechtssetzende Bildungsverordnung.
In dieser Bildungsverordnung werden alle Eckdaten (ohne Bildungsinhalte) zusammengefasst. Die Bildungsinhalte werden im sog. Bildungsplan publiziert und können bei Bedarf im 5-Jahres-Rhytmus den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst werden.